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Σωκράτης
Selbstbebestimmung in verworrener Zeit

Ein Altgriechischkurs für HAG-Schüler*innen mit freien Lernkapazitäten ab Jg. 9

 

Kursankündigung:
Der EDV-Kurs mit wöchentlichem Teilnehmertreffen (eine Doppelschulstunde) beginnt im zweiten Halbjahr 2018/19 und dauert ein Jahr. Die Materialien werden im Internet zur Verfügung gestellt. Hausaufgaben sind regelmäßig per IServ einzureichen und werden korrigiert zurückgegeben. Nach Abschluss kann das externe Graecum abgelegt werden.

Inhaltlich ist das Ziel, altgriechische Texte im Original zu lesen und zu interpretieren, v. a. aus den Gesprächen des Sokrates, wie sie sein Schüler, der φιλόσοφος Πλάτων, überliefert hat; denn Σωράτης αὐτός hat zwar unzählige streitbare διάλογοι mit Bürgern seiner Heimatstadt Ἀθῆναι geführt, doch davon nichts aufgeschrieben. Im Mittelpunkt des Kurses steht die Ἀπολογία Σωκράτους, also seine selbstbewusste Verteidigungsrede, als er 399 v. Chr. wegen Gottlosigkeit und Verführung der Jugend angeklagt - und hingerichtet wurde. Sie ist bis heute ein kulturgeschichtlich prägender Schlüsseltext, auch für Hannah Arendt, deren Leitbild Sokrates war.

Der Kurs richtet sich an all die, die etwas mehr vom kulturellen Erbe Εὐρώπης erfahren wollen und den wirklich hohen Mehraufwand (verpflichtende Hausaufgaben, 1.500 Vokabeln) nicht scheuen. Ein Treffen mit weiteren Informationen, zum Schnuppern und für Absprachen findet am Mittwoch, dem 28.11., in der 8. Std. in Raum C0.02 statt.

Vorhaben

In dieser Website entsteht gemäß Lernfortschritt der Teilnehmer*innen des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Barsinghausen nach und nach ein Lehrgang in Altgriechisch. Im Mittelpunkt stehen Platontexte, vor allem die Apologie des Sokrates. So führt der Kurs zum einen an die Wurzeln der abendländischen Kultur heran, zum andern kann (muss nicht) bei konsequenter Mitarbeit das externe Graecum erworben werden, das ins Abiturzeugnis aufgenommen wird.
Als Grundlage dienen zwei ältere EDV-Lehrgänge, die ich in den Jahren 2005 und 2007 am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Leipzig gegeben habe. Sie sind teilweise einsehbar:

Kurs 2005 und Kurs 2007

Methode

Die Teilnehmer*nnen und der Kursleiter treffen sich wöchentlich für eine Doppelstunde. Sie besprechen die korrigierten Hausaufgaben, klären aufgekommene Fragen, arbeiten am Text, erarbeiten Neues und bestimmen - nach didaktischen Vorgaben - den Fortgang des Kurses. Spätestens zwei Tage darauf werden die neuen Materialien und Hausaufgaben eingestellt und über die Schulplattform per Email als Word-Dokument zugeschickt. Die eigentliche Lernarbeit (Auswendiglernen von Originalpassagen, Vokabeln, Formen, Hausaufgaben) geschieht also nach eigenem Zeitmanagement innerhalb der Woche. 
Erläuterungen zum Lesen und Schreiben der polytonischen Schrift finden Sie hier

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Systematik

Die wöchentlichen Lektionen gehen von - zum Teil vereinfachten - Originaltexten aus. Abschnitte der Formenlehre und der Syntax werden jeweils auf Wunsch der Teilnehmer*innen ausgewählt und möglichst auführlich behandelt. Auf dieser Website werden dann innerhalb der Lektionen die aktuell behandelten (und zu lernenden) Abschnitte ebenso bereitgestellt wie die entsprechenden vollständige Kapitel der Grammatik, so dass sich die Lernenden jeweils einen vollständigen Überblick zum Thema verschaffen können. Die Sammlung der Ausdrucke ermöglicht das regelmäßige Wiederholen und Festigen, je nach Bedarf. Zur Anlage des eigenen Ordners s.

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